Tierseuchen - Information

Tierseuchen sind Krankheiten die, neben einer hohen Infektionswahrscheinlichkeit und oftmals schwerem Krankheitsverlauf, durch Verursachung hoher wirtschaftlicher Schäden auf Grund von Tierverlusten oder Wertminderung tierischer Produkte charakterisiert sind.

Die Tierseuche ist  übertragbar und verbreitet sich meist schnell.
 

Hochinfektiöse Erkrankungen bei Kleintieren wie die "Katzenseuche" zählen nicht zu den Tierseuchen: Da sie keine ernsthafte Bedrohung für den Menschen (weder direkt noch indirekt) und die Katzenpopulation darstellen, sind sie rechtlich nicht reguliert.
 

Die Bekämpfung der Tierseuchen gehört zu den wichtigsten und seit langer Zeit gesetzlich geregelten (Tierseuchengesetz aus dem Jahr 1909, zahlreiche Novellen) Aufgaben der Unterabteilung Veterinär. Das Tierseuchengesetz und die Verordnungen zum Tierseuchengesetz sowie eine große Zahl weiterer Gesetze und Verordnungen regeln die Maßnahmen, die zur Vorbeugung, zur Bekämpfung und Überwachung der Tierseuchen notwendig sind.

Die durchzuführenden Maßnahmen sind vielfältig, beispielsweise:

  • Klinische Untersuchung von Tieren
  • Entnahme von diagnostischen Proben (oft Blutprobenentnahme)
  • Betriebssperren im Seuchenfall
  • Anordnung oder Durchführung von Schutzimpfungen oder Behandlungsmaßnahmen (auch vorbeugend)
  • Anordnung oder Durchführung der Tötung von erkrankten oder - ansteckungsverdächtigen Tieren
  • Überwachung oder Durchführung der Desinfektion (besonders Schlussdesinfektion)
  • Wertermittlung und Schätzung des Schadens der betroffenen Bauernhöfe
     

Die Hauptlast der anfallenden Arbeit vor Ort wird durch die Amtstierärzte in den Bezirken getragen.  Die zentrale Planung und Überwachung der Maßnahmen wird durch die Amtstierärzte der Abteilung Ernährungssicherheit und Veterinärwesen erledigt.
Zur Unterstützung dieser Aufgaben kann das Verbrauchergesundheits-Informations-System" (VIS) herangezogen werden. Das VIS ist ein Datensystem, in welchem neben den Stammdaten und Zulassungen aller landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs auch die amtstierärztlichen Kontrollen und tierseuchenrelevanten Untersuchungen eingetragen werden. Dieses Datensystem ist zusätzlich mit dem "geographischen Informationssystem" (GIS) verknüpft.
So sind im Falle eines Tierseuchenausbruchs die erkrankten Tierbestände schnell erfassbar und mittels einer kartographischen Wiedergabe der Risikobestände können Voraussagen über die mögliche Verbreitung getroffen werden. Auf Grund dieser schnellen Verfügbarkeit von Daten sind Bekämpfungs- und Vorbeugemaßnahmen effizient durchführbar. Jeder Halter oder Betreuer von Tieren ist zur Anzeige eines Seuchenverdachts beim Bürgermeister oder der Polizei verpflichtet, die diesen an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde weitermelden, Tierärzte melden einen entsprechenden Verdacht direkt an Letztere. Der Bürgermeister hat über den gesamten Tierbestand, wo sich der Verdachtsfall ereignet hat, eine vorläufige Sperre zu verhängen. Größere Tierhaltungen, der Tierhandel, Sammelmolkereien sowie der Transport von Wiederkäuern, Einhufern und Schweinen unterliegen der direkten Kontrolle der Bezirksverwaltungsbehörden.

Kosten für Verluste und angewiesenen Tötungen sowie Schäden an Inventar infolge von Desinfektionsmaßnahmen werden nach §§ 48–60 TSG erstattet. Eine Ausnahme stellen Tötungen infolge Räude bei Einhufern und bei Fischseuchen dar sowie Tiere, die bereits zur Schlachtung abgeliefert sind. Verstöße gegen das TSG können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Wochen oder Geldstrafen bis zu 4.360 Euro bestraft werden (§§ 63, 64 TSG). Bei Verstößen, welche die Gefahr einer Seuchenverbreitung zur Folge haben (beispielsweise die Nichteinhaltung von Sperrmaßnahmen), kommt zusätzlich noch eine Ahndung nach dem Strafgesetzbuch in Betracht.

 

Links

M D M D F S S
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelles

Das Familienschigebiet Steinerhütte / Saualpe startet in die neue Saison - Informationen!

Christbaummarkt in Eberstein - Öffnungszeiten

Nachbericht „Nacht der Musik relaoded“ am 10.11.2018

Kostenlose Beratungstage durch das Energieforum Kärnten!

Hundehaltungsvorschriften 2018/2019